Was sind die Fünf Biologischen Naturgesetze?
Der deutsche Arzt Ryke Geerd Hamer hat in den 1980er Jahren biologische Gesetzmäßigkeiten entdeckt, die eine ganz neue wissenschaftlich überprüfbare Betrachtungsweise der menschlichen Biologie ermöglichen. Die Gesetzmäßigkeiten werden unter dem Begriff „Die Fünf Biologischen Naturgesetze“ auch abgekürzt als 5BN zu einem wissenschaftlich fundierten Modell zusammengefasst.
Die Entdeckung der 5BN integriert und verknüpft die drei für den Menschen so charakteristischen Ebenen Psyche, Gehirn und organischer Körper mit unserer biologischen Programmierung. Das, was wir so lange als von einander getrennt betrachtet haben, ist in Wirklichkeit untrennbar und damit eins. Wir als Menschen reagieren auf alles, was wir in dieser Welt erleben, immer gleichzeitig synchron auf diesen drei Ebenen aufgrund unserer von der Biologie erprobten Programmierungen.
Die biologischen Gesetzmäßigkeiten sind ähnlich wie die Schwerkraft für jeden Menschen erfahrbar, beobachtbar, nachprüfbar und reproduzierbar. Mit diesen Gesetzmäßigkeiten wurde ein Modell geschaffen, das die Entstehung und den Verlauf von körperlichen und psychischen Veränderungen vollständiger als jemals zuvor wissenschaftlich überprüfbar erklärt.
Das Erste Biologische Naturgesetz beschreibt die Ursache, die einer körperlichen oder psychischen Veränderung außerhalb der normalen Physiologie zugrunde liegt. Wir nennen diese Ursache heute eine biologische Aktivierung. Aktiviert wird hierbei ein Anpassungsmechanismus, der unser Überleben und das unserer Art garantiert, in dem Fall, dass wir von einem unerwarteten für uns bedrohlichen Ereignis überrascht werden und keine Zeit haben, darauf mit unserem Verstand zu reagieren. An diesem Punkt übernimmt also unsere Biologie das Ruder. Von unserer Biologie sind wir mit einem großen Katalog solcher Anpassungsreaktionen, einer speziellen Physiologie für den Notfall, ausgestattet und für jede dieser Reaktionen tragen wir einen biologischen Code in uns. Wird dieser im Falle einer biologischen Notwendigkeit (lebensbedrohliches Ereignis) aktiviert, so startet am Verstand vorbei ein sogenanntes „Sinnvolles Biologisches Sonderprogramm“ (SBS), ein biologischer Anpassungsmechanismus.
Der zeitliche Verlauf dieser Anpassungsreaktionen (SBSe) wird im Zweiten Biologischen Naturgesetz beschrieben. Wenn die biologische Aktivierung ihre Notwendigkeit verliert und der Mensch die bedrohliche Situation überlebt und gemeistert hat, dann geht das Programm (SBS) in eine zweite Phase über, die quasi eine Ausgleichsbewegung darstellt, wie wir sie auch bei einem Seiltänzer oder in unseren natürlichen Rhythmen wie der Atmung oder dem Wechsel von Tag und Nacht finden können. Die SBSe können also modellhaft in einer Zweiphasigkeit beschrieben werden.
Was ist der biologische Code?
Der biologische Code ist eine biologische Notwendigkeit, die erfüllt werden muss, damit unser Überleben gesichert ist, wie z.B. „ich muss diesen Nahrungsbrocken verdauen“, um an die für mich lebensnotwendige Energie zu kommen oder „ich brauche genügend Sauerstoff/Luft“, um schnell genug dem Räuber entkommen zu können. Jedes unserer Gewebe und Organe hat sich im Laufe unserer Jahrmillionen langen Entwicklungsgeschichte aus einer solchen biologischen Notwendigkeit heraus entwickelt und ist mit diesem biologischen Code untrennbar verknüpft. Und das genau ist das Geniale an dieser Entdeckung, dass wir nun über das Gewebe und sein Symptom bzw. Ausdruck direkt an diese damit untrennbar verbundene biologische Empfindung kommen. Wenn wir nun diese Empfindung kennen, haben wir die Chance mit dieser umzugehen und sie in uns zu integrieren. Damit haben wir den Hebel in der Hand, der uns erlaubt, Einfluss zu nehmen auf unsere körperlichen und psychischen Prozesse. Das bedeutet, mit dieser Landkarte der 5BN haben wir ein Werkzeug in der Hand, mit dem wir zum einen die Verantwortung für unser Wohlbefinden wieder zu uns zurücknehmen können und mit dem wir uns auf den Weg zu uns selbst machen können, um Schritt für Schritt vollständiger zu werden.
Im Dritten Biologischen Naturgesetz wird genau dieses Zusammenwirken von Geweben, biologischen Codierungen, steuernden Hirnarealen im Verlauf des sogenannten „Sinnvollen Biologischen Sonderprogramms“ beschrieben. Ausgehend von den embryonalen Ursprungsgeweben ergeben sich in diesem Modell vier Grundgewebe: Das Ektoderm und das Neumesoderm, beides gesteuert vom Großhirn (Großhirnrinde und Marklager), das Altmesoderm gesteuert vom Kleinhirn und das Entoderm gesteuert vom Stammhirn. Jedes dieser vier Grundgewebe präsentiert einen übergeordneten biologischen Code. Das Entoderm, unser entwicklungsgeschichtlich gesehen ältestes Gewebe, erfüllt die biologische Notwendigkeit der Energieaufnahme und der Ausscheidung und ist vorwiegend in unserem Verdauungstrakt vertreten. Das Altmesoderm garantiert den für uns lebensnotwendigen Schutz unserer Gesamtheit unseres Organismus und bildet die inneren Häute so wie unsere Lederhaut. Das Neumesoderm repräsentiert die biologische Notwendigkeit, dass wir leistungsfähig sind und nützlich für unsere Gruppe und aus ihm sind unsere Knochen, unser Bewegungsapparat mit Muskeln, Sehnen und Bändern, das Bindegewebe etc. entstanden. Und das Ektoderm, unser entwicklungsgeschichtlich gesehen jüngstes Gewebe, ermöglicht uns die für uns lebensnotwendigen sozialen Interaktionen, ist beteiligt an der Hierarchiebildung innerhalb der Gruppe und garantiert unsere Fortpflanzung.
Jedes dieser Gewebe verhält sich in der Zweiphasigkeit der speziellen Physiologie (SBS) auf eine ganz bestimmte Art und Weise. So wachsen z.B. die Gewebe des Althirns (Kleinhirn und Stammhirn) in der aktiven Phase des SBS und steigern ihre Funktion unmittelbar mit der Aktivierung. Wohingegen die vom Neuhirn (Großhirnrinde und Marklager) gesteuerten Gewebe in dieser Phase ihre Funktion reduzieren und Zellen abbauen (Bildung von Nekrosen und Ulcerationen). In der zweiten Phase des SBS verhalten sich die Gewebe dagegen gerade umgekehrt. Es gibt also zwei verschiedene Arten von Wachstum. Einmal Wachstum in der aktiven Phase, um auf eine lebensbedrohliche unerwartete Situation zu reagieren und einmal Wachstum in der Reparaturphase, um vorherigen Zellabbau wieder aufzufüllen. Da die zwei Phasen des SBS eine unterschiedliche überwiegende Innervation zeigen, nämlich überwiegende Sympathikotonie in der aktiven Phase und überwiegende Vagotonie in der Reparaturphase, reagiert dieses Wachstum auch unterschiedlich auf die Beeinflussung des autonomen Nervensystems (z.B. durch Medikamente oder Entspannungsmaßnahmen).
Das Vierte Biologische Naturgesetz ordnet auch die Mikroben wie Pilze, Mykobakterien, Bakterien und die Partikel, die heute noch als „Viren“ bezeichnet werden in dieses ontogenetische Schema der Gewebe und Hirnareale ein. Das bedeutet, dass alle Mikroben uns symbiontisch in unseren Anpassungsreaktionen Unterstützen und ihr Einsatz von unserem Organismus bzw. Gehirn gesteuert wird.
Das Fünfte Biologische Naturgesetz ist kein Naturgesetz im eigentlichen Sinne sondern die Quintessenz aus den vorhergehenden vier Gesetzmäßigkeiten. Es zeigt uns den Weg aus dem „sich um die Krankheit kümmern“ hin zu wahrem Wohlbefinden und Gesundheit aufgrund einer tieferen Einsicht und einem umfassenderen Verständnis unserer eigenen Biologie.
Die Konsequenz aus den 5BN!
Die präzise Kenntnis des Ursprungs (Grundgewebe und Hirnareal) und des Verhaltens der Gewebe in der Zweiphasigkeit sind unerlässlich, um verantwortungsvoll und mit Erfolg auf die körperlichen und psychischen Veränderungen im menschlichen Organismus Einfluss nehmen zu können. Dieses Wissen ist also keine Therapie sondern die bisher detaillierteste und umfassendste Beschreibung unserer Biologie und absolut unerlässliche Grundlage für alle medizinischen oder human-biologischen Wissenschaften oder Anwendungen. Es gibt für uns Menschen nur EINE BIOLOGIE und diese ist durch Gesetzmäßigkeiten beschrieben und nur darauf können medizinische und biologische Wissenschaften aufbauen!
